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Last exit Laos
Unschuldig, unberührt, ungemein vielfältig: Laos, das einzige Binnenland Südostasiens.
Vor rund 15 Jahren hatte der Staatsführer von Laos eine gute Idee: Er zog den Bambusvorhang beiseite, hinter dem sein Land bisher verborgen war – und öffnete den
exotischen Sehnsuchtsort für Reisende. Für neugierige und erlebnishungrige Reisende. Denn blütenweiße Strände, die Kulisse für ruhesuchende Romantiker, bietet Laos nicht. Das Land hat schlicht
keinen Zugang zum Meer, sondern wird sanft umschlungen von seinen Nachbarn wie China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar. Weil es die Klischeebilder nicht bedient, blieb Laos weitgehend
von einem verschont: den Massentouristen. Bei tatendurstigen Travellern hingegen ist Laos beliebter denn je. Warum eigentlich? Das Land ist beeindruckend schön. Dichter Dschungel, wilde Flüsse,
saftige Reisefelder und karstige Berge – so abwechslungsreich ist das Landschaftsbild. Auch die Architektur lebt vom Gegensatz: französische Kolonialbauten stehen neben buddhistischen Klöstern
und Tempeln. Entdeckenswert ist Laos auch aus einem anderen Grund: In den vielen kleinen Dörfern des Landes sind mehr Ethnien zu Hause als in jedem anderen Land Südostasiens.
Laos beschenkt Entdecker. Menschen also, die gemächlich und in kleinen Etappen reisen. Aus gutem Grund wird in Laos seit einigen Jahren ein sanfter Tourismus
gefördert; zuvorderst in den zahlreichen Naturschutzgebieten. Aber nicht nur Naturfans, sondern auch Aktivtouristen sind in Laos goldrichtig. Ob auf den zahlreichen Flüssen, im Dschungel, oder
den entlegenen Bergregionen: Veranstalter vor Ort erschließen ständig neue Routen.
Mehr Informationen zum Land... http://wikitravel.org/de/Laos
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Traveltipps
Nordlaos: Vientiane
Klein, verträumt, entspannt: Vientiane, die Hauptstadt von Laos, ist eine Großstadt mit Dorfcharakter, nicht annähernd so hektisch wie die Boomtowns Südostasiens. Zu sehen gibt es hier: Tempel, Museen, Monumente und liebevoll renovierte Bauten aus der französischen Kolonialzeit. Am schönsten ist Vientiane am frühen Abend: Von den zahlreichen Uferlokalen aus lässt sich der Sonnenuntergang beobachten; rot-orange spiegelt sich das Licht dann im Mekong. Vientiane ist unsere Empfehlung, wenn Sie vor oder nach einem Trip in die umliegenden Provinzen mal wieder gut essen gehen möchten.
Saftig grüne Reisfelder und verwunschene Straßendörfer: Genau das liegt auf der Strecke, wenn Sie Vientiane Richtung Norden verlassen. Sehenswert ist vor allem der
Nam Ngum Stausee. Am Ufer des Nam Ngum, rund 30 Kilometer nördlich von Vientiane entfernt, bietet das Rivertime Resort* jede Menge Spaß für aktive Landerkunder. Boots- und Trekkingtouren zum
Beispiel. Oder Kochkurse, Tanzaufführungen und Tubing, die neueste Spielart der Wildwassererkundung. Den Tag können Sie dann gemächlich ausklingen lassen – beim Abendessen auf einem der
schwimmenden Restaurants des Resorts.
*Im Web: www.rivertimelaos.com. Der Besitzer Barnaby spricht deutsch und englisch.
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Luang Prabang
Königsstadt und Kleinod zugleich: Luang Prabang, die kleine Stadt im Norden Laos, wurde von der UNESCO aus gutem Grund zum Weltkulturerbe ernannt. Die historischen
Bauwerke und Kulturlandschaften, Vats genannt, sind wirklich sehenswert. Vat Xieng Thong zum Beispiel, das älteste Kloster des Landes oder der alte Königspalast mitsamt Palastmuseum.In der
Stadt, die reizvoll auf einer Landzunge am Zusammenfluss von Mekong und Nam Khan liegt, wird allenthalben gewerkelt und gebaut. Geschmackvoll und im traditionellen Stil versteht sich. Viele
französische Kolonialbauten wurden in Hotels, Läden oder Restaurants verwandelt. Die Promenaden und Terrasen am Ufer des Mekong und Nam Khan ziehen Reisende durch ihren Liebreiz magnetisch an.
Wenn Sie eine Pause von Kunst und Kultur brauchen, ist Luang Prabang ebenso ein reizvolles Reiseziel. Regionale Veranstalter bieten Trekking-, Kajak-, Mountainbiketouren oder Elefantenritte an*.
Auch Bootstouren auf dem Mekong sind absolut empfehlenswert.**
*Bietet ein deutsch-laotischer, regionaler Veranstalter an; Inhaber heißt Markus Neuer. Im Web: www.laos-adventures.com. **Werden ebenfalls von einem
deutsch-laotischen Unternehmen organisiert.www.cruisemekong.de
Luang Namtha
Wilde Wälder, geheimnisvolle Bergvölker, seltene Tiere: Luang Namtha, die abgelegene Provinz im Norden, ist landschaftlich und kulturell eine Reise
wert.Ungewöhnlich ist indes nicht nur die Natur, sondern auch das touristische Konzept. Die Bergbevölkerung gestaltet hier den Tourismus mit. Nichts geht, was gegen ihre traditionelle Lebensweise
gerichtet ist – oder Fauna und Flora stört. Schützenswert ist insbesondere das Naturschutzgebiet Nam Ha NPA. Wer Glück hat, kann hier auf einer Dschungeltour Tiger, Maienbären, Elefanten oder
Sambar-Hirsche sehen. Erleben können aktive Entdeckernaturen noch mehr: bei mehrtägigen Wander- oder Kajaktouren, Tagesausflügen per Mountainbike, Fahrrad oder Boot*. Was ist außerdem ein gutes
Argument für Luang Namtha? Das Essen. Freuen Sie sich auf Menüs nach Art der Akha und der Khmu. Diese Gerichte eröffnen selbst Laoten neue Geschmacksdimensionen.
* Diese Touren werden von www.greendiscoverylaos.com angeboten. Die Website ist in englischer Sprache verfasst. Es gehört auch ein Deutscher zum Team: Klaus
Schwettmann (Senior Adviser).
Südlaos
Provinz Champasak
Kaffeeplantagen, Wasserfälle, Kulturdenkmäler: Champasak, den abwechslungsreichen Landstrich im Süden Laos, können Sie relativ ungestört bereisen. Hier treffen Sie auf wenig Touristen, aber umso
mehr Kultur. Die Tempelanlage Vat Phou zum Beispiel, von der UNESCO längst als Weltkulturerbe anerkannt. In Reiseführern wird sie als frühestes und stimmungsvollstes Heiligtum der Khmer außerhalb
Kambodschas gepriesen. Und selbst heute spielt sie im Leben der Laoten eine große Rolle: Jährlich feiern hier Tausende Buddhisten das viertägige Vat Phou Fest (meist im Februar). Immer eine Reise
wert ist auch das fruchtbare Bolaven-Plateau auf 1200 Meter Höhe. Obst, Gemüse, Gewürze, Kaffee – all dies gedeiht in dem fruchtbaren Hochland ideal. Gönnen Sie sich hier eine kurze Auszeit: Bei
einer Tour mit dem Motorroller kommen Sie an Wasserfällen und Plantagen vorbei und genießen die Gastfreundschaft der Bergvölker, den Mon-Khmer. Sie bevorzugen eine organisierte Tour und wollen
Ihre Grenzen beim Rafting, Trekking oder Elefantenreiten austesten? Dann sind Sie bei Green Discovery Laos* richtig. Organisierte Bootstouren durch den Süden von Laos sollten Sie ebenfalls nicht
versäumen**.
*Mehr unter: www.greendiscoverylaos.com**Mehr unter: www.cruisemekong.com
Stadt Champasak
Hübsche Kolonialbauten, berggesäumter Horizont, kaum Autos: Die alte Königsstadt im Süden strahlt Ruhe aus. Manchmal kurvt ein Tuk Tuk um die Ecke, ansonsten bewegen sich die Bewohner am liebsten per Fahrrad oder zu Fuß durch die Straßen. Entschleunigung ist hier angesagt. Fünf Kilometer zieht sich die Stadt am rechten Mekongufer entlang – und die Strecke sollten Sie unbedingt abschreiten. Hölzerne Wohnhäuser mit weitläufigen Gärten säumen das Ufer. Zwei mächtige Villen, die der Prinzgouverneur von Champasak einst samt Gefolge bewohnte, sowie ein 150 Jahre altes Teakhaus gehören ebenfalls zu den architektonischen Kostbarkeiten der Stadt. Champasak empfehlen wir als Ausgangspunkt für Ausflüge ins Umland. Zum Beispiel die Khmer-Tempelanlage Vat Phou, die nur 8 Kilometer südwestlich liegt.
Pakxe
Lao, Chinesen, Vietnamesen: In der Hauptstadt der Provinz Champasak mischen sich Kulturen und Temperamente – und genau das macht den Reiz der Mekongstadt aus. In Pakxe werden die Schätze des
Südens gehandelt: Früchte, Gewürze, Gemüse, Fisch. Klar, dass Sie in den Restaurants und Essensständen entlang des Mekongufers ausnehmend gut essen können. Wie wäre es mit Grillfisch, frittierten
Reisbällchen oder laotischen Grillwürsten? Einen Gang über den Markt, einen der größten des Landes, sollten Sie sich ebenfalls nicht entgehen lassen. Dort ist allerlei Exotisches zu sehen, wie
Frösche, Schildkröten, Schlangen und auch Leguane. Pakxe ist der ideale Ausgangsort für Touren nach Vat Phou, dem Bolaven-Plateau oder den Viertausend Inseln. Die Anreise nach Pakxe ist
komfortabel: zwischen Bangkok und der Mekongstadt verkehren regelmäßig Flugzeuge.
Si Phan Don
Ganz im Süden der Provinz Champasak treffen Sie auf eine einzigartige Inselwelt. Der Mekong gliedert sich hier in etliche Kanäle, und dadurch entstehen zahlreiche kleine Inseln. Die Laoten nennen
diese Wasserwelt „si phan don”, viertausend Inseln. Mag sein, dass diese Zahl leicht geschwindelt ist, die Schönheit der Inseln ist jedoch keine Legende. Im Wasser tummeln sich mehr als 200
Fischarten – und die seltenen Irrawaddy-Delphine. Don Khong, die große Hauptinsel, können Sie mit dem Motorrad oder Fahrrad umrunden; das Straßennetz ist ideal dafür. Organisierte Bootstouren
führen ebenfalls in die wundersame Wasserwelt am Südzipfel Laos.


